...einige Grundlinien- Schätzchen

Grundlinienschlag-Trainingsbeispiel

1. Belästigungs-Übung Jeweils zwei Spieler spielen einen Ballwechsel an der Grundlinie aus, Stopps und Netzangriffe verboten. Einer der beiden wird durch die hinter ihm am Zaun wartenden Kollegen massiv verbal belästigt, verspottet und gestört. Der belästigte Grundlinienspieler soll sich unbeeindruckt konzentrieren, nach einem Punktgewinn Spielerwechsel.
2. Autogramm-Übung Die Übungsgruppe stellt sich mit leeren Blättern und einem Stift in die äußere Rückhandecke. Ein Übender steht mittig in Ausgangsposition an der Grundlinie und erhält einen ersten Ball weit außen auf seine Vorhand Seite. Der Übende spielt eine Vorhand und steppt in die Rückhandecke, um einem der Wartenden im Eiltempo ein Autogramm zu geben. Der Trainer spielt derweil wiederum ins nun offene Vorhandfeld, so dass der Übende diesen zu erlaufen hat und den zweiten Vorhandball schlägt. Wiederholung, bis alle eine Unterschrift haben, bei wenigen Teilnehmern Vor- und Nachname getrennt oder bei Kindern den Vornamen buchstabenweise schreiben lassen. Variation: natürlich Rückhand.
3. 2/4/6/8/10-Übung Wenngleich der trainingswissenschaftliche Konsens fünf Wiederholung als beste Anzahl zur Technikverbesserung ansieht, steigert man hier den Umfang von zwei Schlägen zu Beginn auf maximal zehn Schläge am Ende. Der Trainer spielt im rhythmischen Wechsel Vor- und Rückhand an. Nach erreichter Schlaganzahl Spielerwechsel
4. Einsamer-Tie-Break Der möglichst allein Trainierende soll Vorhand- (alternativ Rückhand-) Bälle in ein zuvor festgelegtes Zielfeld (z.B. halbiertes, hinteres, linkes Rückhandfeld) schlagen, der Trainer spielt dem relativen Anfänger faire, neutrale Bälle aus dem Korb zu. Trifft der Übende das Zielfeld, erhält er einen Punkt, unterläuft ihm ein Fehler, erhält der Trainer einen Punkt. Wer zuerst sieben Punkte bei zwei Punkten Vorsprung erreicht, hat gewonnen.
5. Bundesliga0815-Übung Auch Profis greifen gerne aus Schlagrhythmusgründen gerade zu Beginn ihres Trainings gerne auf diese Standardübung zurück: Je zwei Spieler schlagen sich lange Bälle cross mit 70% Tempo zu, ggf. die Belastung durch mittiges Zurücksteppen steigernd. Umfang: 15-20 Minuten, dann u.U. andere Schlagseite oder Vertiefung des Schlages durch Zusatzaufgaben.
6. Gegen-den-Lauf-Übung Der Übende steht mittig in Ausgangposition und soll a.) immer in eine bestimmte Schlagecke oder b.) auf Zuruf in eine bestimmte Schlagecke laufen. Nach 2-3 Schritten spielt der Trainer aus dem Korb einen langen Ball ins offene Feld gegen den Lauf, so dass ihn der Übende durch rasche Richtungsveränderung und Sprint noch zurückzuschlagen kann. Danach Spielerwechsel
7. Gehorsams-Übung Die fortgeschrittenen Übenden stehen mittig hintereinander an er Grundlinie. Jeder hat einen Rückhand- (dto. Vorhand-) Ball in der Form auszuführen, wie es der aus dem Korb zuspielende Trainer kurz zuvor durch Zuruf vorgibt (longline, hoch, hart, Slice, Risiko etc.). Nach nur einem Ball läuft der Übende zur Mitte raus, Spielerwechsel.
8. Seltsame-Lauf-Übung Die Kinder stehen hintereinander leicht versetzt auf der Rückhandseite hintereinander an der Grundlinie. Der Vordermann soll nun den gemäßigt ins offene Vorhandfeld zugespielten Ball in einer zuvor vorgegebenen Laufform erreichen und per Vorhand zurückschlagen (z.B. Hopserlauf, Einbeinsprünge, rückwärts, Sidestep, Überkreuz, Anfersen, Kniehub usw.). Nach dem Schlag hinten anstellen. Alternativ natürlich auch spiegelverkehrt.
9. Großer-Rundlauf Die vielleicht beliebteste, vom Tischtennis bekannte Übung lässt vor allem bei wenigen Teilnehmern jeden zweimal schlagen und danach auf den andere Spielfeldhälfte laufen. Damit schwächere nicht benachteiligt werden, sollte ohne Ausscheiden (auch, wenn den Kindern gefordert), sondern mit individuellem Zählen der Fehlerpunkte gearbeitet werden. Nach x Minuten gibt jeder seine Fehlerzahl bekannt, der Sieger steht fest. Erschwerung: z.B. nur Vorhand cross ins halbierte Feld schlagen oder nur Rückhand cross Slice schlagen...!
10. Taktik-Lob-Übung Bei einer größeren Gruppe können sich die Spieler am Netzpfosten hintereinander aufstellen. Die beiden vordersten laufen auf einen Trainerlob jeweils an ihre Grundlinie und spielen einen Ball aus. Jeweils einer der beiden bekam zuvor vom Trainer eine taktische Anweisung zugeflüstert, z.B. nur Mondbälle spielen, nur auf die Rückhand schlagen, immer cross schlagen usw.! Nach einem Fehler laufen die zwei nächsten an die Grundlinie.
11. Dreh-am-Rad Ein Übender steht mittig hinter der Grundlinie und soll im Wechsel VH-RH-VH-RH (die eigentlich langweiligste Aufgabe der Welt...) lang hinter die T-Linie ins Einzelfeld schlagen. Trifft er alle vier Bälle in das vorgegebene Zielfeld, darf er die zumeist vorhandene Anzeigentafel um einen Zähler weiter schieben, ansonsten stellt er sich tatenlos wieder hinten an. Wer zuerst 7 Zähler erreicht hat gewonnen. In einer neuen Runde mit eventuell anderem Zielfeld / anderen Vorgaben ("nur Slice erlaubt", "keine Lobs" usw.) den Beginner natürlich mal wechseln. Variation: Bei zwei oder mehr Fehlern einen Zähler weider zurück drehen, bis auf minimal "0"! Maximal sind sechs Teilnehmer (= Heim & Gast bei 3 Sätzen) möglich.
12. Solo-Tie-Break Dies ist eine vor allem im Einzeltraining interessante Möglichkeit, ein wenig Spannung in die Übungsstunde zu bekommen. So legt der Trainer zuvor ein Zielfeld fest, wie z.B. das hintere, halbierte Rückhandfeld. Trifft der Übunde das vorgegebene Feld, zählt er 1:0 für sich. Trifft er es nicht, bekommt der Trainer einen Punkt (0:1). Nach jedem Schlag läuft der Übende zur Zählscheibe (konditioneller Aspekt). Der Trainer spielt fair nur aus dem Korb zu (zwar künstliche, aber vereinfachte Situation im Anfängerbereich). Wer gewinnt, z.B. zunächst nur auf der VH-Seite?
13. Rückwärts / Vorwärts Die Wartenden stellen sich seitlich am Netzpfosten auf, der Erste befindet sich direkt mittig am Netz. Nun läuft er mit schnellen, kleinen Schritten rückwärts, bis er ca. 2 Meter hinter der Grundlinie ebenfalls genau in der Mitte angekommen ist. Nun spielt der Trainer einen Ball (entweder auf VH oder RH) kurz hinter die T-Linie an, so dass der zunächst rückwärts Laufende seine Laufrichtung ändert und dem Ball entgegen geht. Anschließend seitlich rausgehen, der Zweite beginnt mittig vom Netz...!
14. Grundlinien-Einzelkämpfer Eine Gruppe (2,3,4... Spieler) versucht, einen Einzelspieler auf der gegenüberliegenden Seite zu vertreiben. Es wird jeweils 1:1 ein Ballwechsel (i.d.R. Grundlinienduell) ausgespielt, wobei der Ball vom Trainer anfangs eingespielt wird. Nur wenn alle aus der Gruppe hintereinander ihre Ballwechsel gewinnen, darf einer aus der Gruppe den Einzelkämpfer ablösen.
15. Zwangs-Umlaufen

Grundlinienzuspiel 1:1 mittig: Die Spielpartner sollen sich den Ball in mittlerem Tempo relativ mittig zuspielen. Jedoch soll versucht werden, jeden Ball zu umlaufen, sprich auch alle Vorhandbälle sollen mit der Rückhand geschlagen werden.

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Übungssammlung Grundlinienschläge, 2007 by www.Tennispage.de